Pressebericht

30|06|2010 Atlas Plus – Stark und gut aussehend

Smurfit Kappa entwickelt Discounter-Verpackung weiter 


Herzberg/Harz. Kunden und Handel fordern eine stabile und stapelbare Verpackung, die von allen Seiten attraktiv gestaltet ist und einen leichten Zugriff auf die Ware ermöglicht. Die Zulieferer des Einzelhandels legen großen Wert auf gute Logistikeigenschaften und einen flexiblen und reibungslosen Packvorgang. Ralf Degenhardt, Key Account Manager bei Smurfit Kappa in Herzberg und Mitbegründer des neuen Systems: „Bei der Verpackung geht es dem Produzenten um drei Dinge: Flexibilität, Stabilität und Geschwindigkeit. Wir reden von einer Geschwindigkeit von 18 Steigen pro Minute und Linie. Auf dem Transport muss die unterste Kiste schon mal 100 Kilogramm verkraften. Die Flexibilität ist gegeben, wenn schnell zwischen verschiedenen Verpackungsgrößen umgestellt werden kann. Das perfekte Aussehen im Handel ist Pflicht. Hier darf keine Beule oder eingedrückte Ecke zu sehen sein.“

Das herkömmliche„Atlas-System“, besteht aus einem Zuschnitt aus Solid Board (Vollpappe) und der dazu beim Produzenten platzierten Verpackungsmaschine aus dem Hause Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik. Auf dieser Basis wurde eine Weiterentwicklung betrieben. „Unser Ziel war es, die Verpackungskonstruktion mindestens genauso stabil auszulegen – aber dann die Möglichkeit zu gewinnen, auf der Aufrichtemaschine mehrere Größen an Verpackungen zu verarbeiten“, so Degenhardt.

Bei der Verpackung handelt es sich um eine von drei Seiten geschlossene Steige mit einer komfortablen Entnahmeöffnung im Frontbereich. Ein Deckel ist nicht erforderlich. Die Ecken sind verstärkt und bieten gemeinsam mit den breiten Seitenrändern eine gute Auflagefläche für die Stapelung. Die Steige wird vor Ort beim Produzenten maschinell aufgerichtet und verklebt.

Angeliefert wird pro Steige ein Zuschnitt aus Vollpappe, der dekorativ im Offsetverfahren bedruckt, die attraktive Außenhülle bildet. Zusätzlich werden zwei Zuschnitte aus Wellpappe in BE- oder BC-Welle in die Seitenwände der Steige eingeklebt, die die nötige Stabilität zum Stapeln und beim Transport bringen.

Das Lagervolumen an Verpackungen ist sehr gering, da nur flache Zuschnitte angeliefert werden.

Jan Gerlach, Leiter  Packaging Systems bei Smurfit Kappa Herzberg, führt aus: „Wir verstehen uns als Systemanbieter, d.h. wir entwickeln in enger Absprache mit unseren Kunden aus der produzierenden Industrie und den Kollegen aus der Verpackungsentwicklung moderne, individuell zugeschnittene Hochleistungsverpackungsmaschinen.“

Beim Atlas Plus-System reden wir von einer Tray-Aufrichtemaschine mit einer Leistung von 18 Trays/Min. Die Maschine ist mit drei Magazinen ausgerüstet. Im ersten Arbeitsgang werden zunächst die Trayzuschnitte aus einem Magazin entnommen, in die Maschine eingetaktet und während des Transports des Zuschnitts in Richtung Schacht mit Heißleim versehen. Aus zwei weiteren Magazinen werden zeitgleich die Einsätze aus Wellpappe entnommen und auf den Seitenwänden der Trays platziert. Abschließend erfolgt die Trayaufrichtung dann mittels Spezialstempel in einem Schacht. In einem letzten Schritt werden die Überlaschen gefaltet und verleimt. 

Das Antriebs- und Steuerungskonzept der kompakten Maschine mit einer Länge von 6,5 Metern  basiert auf neuester Servomotoren-Technologie. 

„Der Produzent für den Einzelhandel kann ganz unterschiedliche Verpackungsgrößen über diese Maschine aufrichten, da die Magazine und auch der Formstempel verstellbar sind“, erklärt Jan Gerlach und Ralf Degenhardt fügt hinzu: „Auf Betreiben des Handels werden oft und kurzfristig Packungseinheiten verändert. Da ist es notwendig, die Steigengröße in Länge, Breite und Höhe variieren zu können“.

Abschließend muss nun noch der Name der neuen Systemlösung geklärt werden – Atlas Plus. Dazu Degenhardt: „Atlas ist in der griechischen Mythologie ein Titan, der das Himmelsgewölbe stützt. Er ist also ein Sinnbild für Standfestigkeit und Kraft. Das Plus verdient das System durch die Größen-Flexibilität und die Hybridlösung, bei der die positiven Eigenschaften von Voll- und Wellpappe sich optimal ergänzen.“